Aktionstage gegen den Thomasbummel 2010

Donnerstag, 25.11.2010, Beginn 19:00 Uhr, Raum T01, L-Bau
Fachvortrag “Elite sein.” mit Dr. Stephan Peters, Politikwissenschaftler
Das Ziel der studentischen rechtskonservativ gesinnten Corps ist es, eine männliche Elite zu reproduzieren. Und das tun sie seit über 150 Jahren nahezu unabhängig vom Staatssystem mit großem Erfolg. Führende Politiker und wichtige Personen aus Wirtschaft und Wissenschaft zählten und zählen zu ihren Mitgliedern. Wie aber funktionieren Reproduktion und die Aufrechterhaltung des beeindruckenden informellen Netzwerkes von konservativ-männlicherMacht in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft?

Donnerstag, 02.12.2010, Beginn 19:00 Uhr, Raum T01, L-Bau
Buchvorstellung “Studentenverbindungen in Deutschland – ein kritischer Überblick aus antifaschistischer Sicht” mit dem Autor Jörg Kronauer, Sozialwissenschaftler und freier Journalist
Für Außenstehende ist die Vielfalt der Studentenverbindungen verwirrend. Dabei gibt es neben Unterschieden auch viele Gemeinsamkeiten, auf die sich alle Verbindungen berufen. Auch teilen sie ihre verhängnisvolle Geschichte, die durch Nationalismus, Militarismus und Antisemitismus geprägt ist. Verschiedene Studentenverbindungen berufen sich auf völkische Grundsätze. Insbesondere bei der Deutschen Burschenschaft sind personelle Überschneidungen mit neofaschistischen Organisationen anzutreffen.

Samstag, 18.12.2010, 12:00 – 17:00 Uhr, Altstadt von Nürnberg (Lorenzkirche)

Sonntag, 19.12.2010, 11:00 – 17:00 Uhr, Altstadt von Nürnberg (Hallplatz)
Kritische Begleitung des Thomasbummel 2010 u.a. Infostand und Aktionen mit allen die Lust dazu haben
Jedes Jahr am Dritten Advent treffen sich Verbindungsstudenten aus ganz Deutschland und teilweise auch aus dem Ausland in Nürnberg und feiern sich selbst. Von Kneipe zu Kneipe ziehen hunderte Studenten und alte Herren im so genannten Wichs (Mütze, Band,Säbel, etc.) durch die Nürnberger Altstadt und stellen ihr veraltetes Weltbild zur Schau. Als eine der ältesten Traditionen der deutschen Studentenverbindungen und Burschenschaften ist der Thomasbummel ein Symbol für AusländerInnen- und Frauenfeindlichkeit, für antidemokratische Prinzipien und rechtes Gedankengut. Selbstverständlich laufen hier vermeintlich liberale und offen rechtsextreme Verbindungen nebeneinander her, begrüßen sich hochachtungsvoll und entlarven so ihre gegenseitigen Distanzierungen als reine Lippenbekenntnisse.

Bleiberecht für Leyla

Das Nürnberger Solidaritätsbündnis “Bleiberecht für Leyla” protestiert gegen eine geplante Abschiebung der 18-jährigen Kurdin. Leyla lebt seit über 6 Jahren in Nürnberg. Sie ist damals mit 11 Jahren im Rahmen einer Familienzusammenführung nach Deutschland gekommen.

Die Stadt Nürnberg arbeitet stark mit Unterstellungen und Vermutungen und konstruiert einen haarsträubenden Abschiebefall, der in keinster Weise gerechtfertigt ist. Ganz im Gegenteil, bei allen Vorwürfen handelt es sich um den Besuch von offiziell angemeldeten Demonstrationen oder kurdischen Kulturveranstaltungen. Allein diese Tatsachen, die durch gesetzlich garantierte Rechte auf Meinungs- und Organisationsfreiheit gedeckt sind, reichen den Behörden aus, Leyla zur potentiellen Terroristen zu degradieren und als eine Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik darzustellen.

Ein breites Solidaritätsbündnis aus verschiedenen politischen Organisationen ist fest davon überzeugt, dass das Einwohneramt Nürnberg einen Fall konstruiert hat, der vollkommen politisch motiviert ist. Wenn diese Praxis sich durchsetzt, wären auf einmal unzählige Jugendliche und deren Familie mit ähnlichen existenzbedrohenden Maßnahmen konfrontiert.

Stoppt die Abschiebung von Leyla!

Zeigt euren Unmut gegenüber dem Einwohnermeldeamt per Fax oder EMail!

Und auf der Kundgebung am Donnerstag 9. Dezember, ab 14 Uhr, am Rathaus Nürnberg

Demonstration „Gerechtigkeit für die Überlebenden“

Bundesweite Demonstration gegen den 175. Jahrestag der Deutschen Bahn AG und deren Verschleierung ihrer eigenen NS-Vergangenheit.
organisiert vom Zug der Erinnerung

Samstag, den 4. Dezember 2010
12:30 Uhr, Nürnberg Hauptbahnhof
Weitere Informationen und Demoaufruf auf der Homepage des „Zug der Erinnerung“ unter www.zug-der-erinnerung.eu Weiterlesen

Aktionswochenende gegen studentische Verbindungen

Aktionswochenende: 'studentische Verbindungen aufloesen!' vom 29. - 31. Oktober 2010 in Erlangen Weiterlesen

Wie „scharfe Kampfhunde“

Nach dem harten Vorgehen gegen Stuttgart 21-Gegner und vor dem Castor-Transport Anfang November erheben Polizisten schwere Vorwürfe gegen ihre Kollegen und die Politik.
Vor allem die schwarz und dunkelgrau gekleideten, zumeist jungen Beamten der Beweis- und Festnahmeeinheiten, die beim Stuttgarter Einsatz von der Bundespolizei und aus Bayern kamen, agierten wie „scharfe Kampfhunde“. Wenn man diese „von der Leine und räumen lässt, dann beißen sie ohne Erbarmen zu“, so Mohr. „Dafür wurden sie gedrillt und ausgebildet.“ Für den Einsatz müsste es ein Okay gegeben haben, erklärt der Polizist. „Von ganz oben – mindestens vom Innenministerium.“ Doch nicht nur das Vorgehen der „schwarzen Einheiten“ gegen Stuttgart-21-Gegner steht in der Kritik. Ein weiter Einsatzpolizist, der nicht mit seinem echten Namen genannt wird, bestätigte gegenüber dem Abendblatt den gezielten Einsatz von Provokateuren. „Ich weiß, dass wir bei brisanten Großdemos verdeckt agierende Beamte, die als taktische Provokateure, als vermummte Steinewerfer fungieren, unter die Demonstranten schleusen“, so der Polizist. „Sie werfen auf Befehl Steine oder Flaschen in Richtung der Polizei, damit die dann mit der Räumung beginnen kann.“ mehr

Burschenschafter in Eisenach

Urtyp, dunkel

Beim Burschentag in Eisenach träumen völkische Akademiker von einem ganz anderen Deutschland. Schon sieben Vereine hat der Verfassungschutz im Visier. Von Jörg Schindler – Frankfurter Rundschau mehr

Reportage „Neue Braune Welle“ am 14.06. um 18 Uhr im T01

Da das ZDF die gut rechechierte  Dokumentation „Neue Braune Welle“ über rechtsradikale Gewalttäter, Propaganda und die Rolle der NPD vor einem Jahr Werktags um 0:05 zeigte, möchte der AK Ohm gegen Rechts eine weitere Chance geben, diese Reportage zu sehen.

Montag, 14.06.2010, 18 Uhr, T 01 im L-Bau der GSO-HS, Bahnhofstraße 87, Nürnberg

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